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Devaneios Sobre o Desaparecimento - Träumerei des Verschwindens

 

Kulturradio - rbb

Sa 31.10.2015 Tanz

 

Versch. Orte: Tanz am Wochenende

Unser Tanzkritiker Frank Schmid hat die vielfältige Tanz-Szene Berlins im Blick. Hier sind seine Empfehlungen für die kommenden Tage.

Die Qual der Wahl haben Kunstinteressierte an jedem Abend in Berlin und im Herbst, der produktivsten Zeit für alle Bühnenkünstler, erst recht. Theater, Oper, Tanz, das Angebot ist oft kaum zu überschauen. Allein in der großen Berliner Tanzszene sind – das herausragende Gastspiel des Nederlands Dans Theater im Haus der Berliner Festspiele mitgezählt – heute Abend elf Choreografien in sechs Tanz- Vorstellungen zu sehen. Einige seien hier vorgestellt. 

 

Herbstprojekte des MA "Choreografie" am HZT

In den uferstudios in Berlin-Wedding sind derzeit Semesterarbeiten von Studierenden des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz (HZT) zu sehen, des Berliner Tanz-Ausbildungszentrums, das seit seiner Pilot-Projekt-Gründung 2006 und der Institutionalisierung 2010 immer bedeutender wird. Einige Absolventen sind gerade dabei, sich national wie international durchzusetzen.

Heute Abend sind Solo-, Duo-, und Gruppen-Stücke dreier junger Berliner Künstlerinnen zu sehen, ursprünglich aus Korea und Kolumbien, die demnächst ihren Master-Abschluss in Choreografie erlangen. Das sind Semesterarbeiten, bei denen sich eine kritische Betrachtung im herkömmlichen Sinne verbietet, weswegen nur die erwähnt sein soll, die in einem sehr durchwachsenen Abend den stärksten Eindruck hinterlassen hat.

Lina Gomez – "Träumerei des Verschwindens"

In der Choreografie Träumerei des Verschwindens von Lina Gomez wälzen sich fünf nackte Leiber in äußerster Langsamkeit und in unwahrscheinlichen Positionen und Verrenkungen über die Bühne, wobei das Licht von schräg oben herabfällt und Haut, Fleisch, Körperteile wie modelliert aus dem Dunkeln herausschält, während andere Körperteile in den Schatten verschwinden. Dadurch wirken die Körper kreatürlich und unvollendet skulptural, wie aufgelöst in einer traumgleich dämmrigen Licht-Schatten- Welt und am Ende in einer amorphen Leiber-Masse.

Eine bildmächtige Arbeit von irritierender, blickverändernder Anmut von einer jungen Choreografin, die es im Auge zu behalten gilt. 

 

Frank Schmid, kulturradio

 

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Kulturradio - rbb

Sa 31.10.2015 

Dance

 

Different venues: Dance on the weekend

 

Our Dance reviewer Frank Schmid is keeping track of the manifold dance scene in Berlin.

Here are his recommendations for the following days.

The ones being interested in art are spoilt for choice every evening in Berlin, especially in autumn, the most productive time for performance artists. It is almost impossible to survey the offers of theatre, opera and dance. In the field of dance alone 11 choreographies can be seen in Berlin, tonight, including the fantastic guest performance of the Nederlands Dans Theater at Haus der Berliner Festspiele, in 6 different venues. Some are going to be presented here.

 

Autumn projects by the Ma Choreography students at HZT

At Uferstudios in Berlin-Wedding you can currently see the semester projects of the HZT students. The Inter-University-Centre for Dance, the place for dance education in Berlin has continuously gained reputation since its foundation as a pilot project, in 2006, and its institutionalization in 2010. Not few of its alumni are making their names, nationally and internationally.

Tonight we will see solos, duets and group pieces by three young Berlin based choreographers originating from Korea and Colombia, who are going to graduate soon. These are semester productions, i.e. it would be wrong to discuss them in terms of critique as usual. But the one that made the strongest impression should be mentioned here:

 

Lina Gomez – Träumerei des Verschwindens (Disappearance Reveries)

In the choreography of Lina Gomez, five naked bodies are rolling in extreme slowness and unexpected positions and contortions over the stage. The light is coming from above, falling in an angel that models skin, flesh, bodyparts out of the dark while other bodyparts disappear in the shade. This makes the dancers’ bodies sculptural in an uncompleted way, almost disintegrated in the twilight of a light-and-shadow-world, in an amorphous mass of bodies.

A powerfully imagistic work of vexing and transformative grace by a  young choreographer who we should definitely keep an eye on!

 

Frank Schmid, kulturradio

 

 

 

 

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